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ÖGPÄRC 2019

Grußworte

57. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


»Schein und Sein«

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der erst kurzen Geschichte unseres Faches Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie haben wir große inhaltliche, operationstechnische und standespolitische Veränderungen erlebt. Heute umfasst unser Fach von der Forschung mit Biomaterialien, über aufwendige Rekonstruktionen am gesamten Körper, bis zu chirurgischen und nichtinvasiven ästhetischen Behandlungen ein weites Spektrum. Auch niedergelassene Mitglieder unserer Fachgesellschaft, die hauptsächlich im ästhetischen Bereich tätig sind, haben ihr Handwerk, die Liebe zum Detail und ein ausreichendes Komplikationsmanagement durch die rekonstruktive Chirurgie gelernt und wollen eine klare Abgrenzung zu den sogenannten „Schönheitsärzten“.

Die Öffentlichkeitswirksamkeit unseres Berufes, besonders im Bereich der Ästhetischen Chirurgie, fordert von uns allen einen verantwortungsvollen und selbstkritischen Umgang mit diesem Thema. Nur durch eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung und eine stetige kollegiale Kommunikation können wir zusammenhalten und in diesem Spannungsfeld bestehen.

Wie kein anderes Fach zeichnet sich die Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie durch Kreativität, Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen sowie dem Mut, neue Wege zu gehen, aus. Dem wollen wir bei unserer kommenden Jahrestagung in Wien Rechnung tragen. Schwerpunkte werden daher innovative Methoden, interdisziplinäre Konzepte und minimalinvasive Techniken in der Rekonstruktion sein. Weitere Hauptthemen sind konturverbessernde Eingriffe im Gesicht, ein update Mammachirurgie – neue Wege zur Perfektion, die ästhetische Chirurgie beim Mann sowie Genitalkorrekturen. In einer Sitzung „my best case and my worst case“ sollen erfahrene Kollegen offen über komplizierte Fälle berichten. Für den niedergelassenen Bereich wollen wir Fragen zum korrekten Umgang mit den neuen Datenschutzrichtlinien, dem Ästhetik-Op-Gesetz sowie steuerrechtliche Themen erörtern.

Wir wünschen uns für die kommende 57. Jahrestagung in Wien ein herzliches Miteinander und einen regen fachlichen Austausch zwischen rekonstruktiv und ästhetisch, niedergelassenen und klinisch Tätigen, sowie erfahrenen und auszubildenden Kolleginnen und Kollegen. Wir freuen uns, als Kongresspräsidentinnen für einen wissenschaftlich interessanten Rahmen sorgen zu dürfen.

Univ.-Doz. Dr. Greta Nehrer

Univ.-Doz.in Dr.in Greta Nehrer

Univ.-Prof. Dr. Christine Radtke

Univ.-Prof.in Dr.in Christine Radtke